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10:00: Weinrebenschnitt


1. Februar 2026

Projekt – Artenschutz- und Bienengarten

Es war einmal …

… beginnen viele Märchen. Wird allerdings in einer Kleingartenanlage ein verwildertes Grundstück wiederbelebt, beginnt diese Story ebenso und ist in unserem Verein kein Märchen. Ganz im Gegenteil! Artenschutz stand im Focus des Vorhabens und entstanden ist ein Projekt unserer Herzensanliegen. Mensch und Natur im Einklang! Das ist doch märchenhaft, oder?

Angeboten und schon angenommen sind kleinere Flächen vor, um und hinter den Insektendomizilen. Gartenfreunde, die gesundheitlich nicht mehr die Kraft für die Bewirtschaftung einer Parzelle aufbringen können, übernehmen gern die Anlage und Pflege von Blumenbeeten und Bienenweiden. So bleiben uns Gartenliebhaber mit all ihren Erfahrungen und Erinnerungen erhalten. Fachberater und Interessierte experimentieren auf einer Fläche, um herauszufinden, was wirklich beste Erträge bringt. In dieser Saison wachsen zum Beispiel zwei verschiedene Tomatensorten mit je sechs Pflanzen auf sechs verschiedenen Düngern (ohne alles, Schafwolle, Pellets Schafwolle, Pellets Rinderdung, Laub). Natürlich sind wir auch mit dem „Urbohnenprojekt“ dabei. Beide Experimente werden sorgfältig dokumentiert und später auf unseren Kommunikationswegen veröffentlicht. Auch dabei sind uns die Erfahrungen unserer betagten Gartenfreunde sehr willkommen.

Die Fläche vor einem kleinen Teich schmückt tatsächlich eine Sonnensichel, ausgerichtet nach Süden. Sie besteht aus Steinen, die sich in der Sonne rasch erwärmen und Eidechsen zum Sonnenbaden einladen. Unterschlupf für kalte Zeiten finden sie in Holzhaufen oder einer Steinpyramide. Wen sie dort wohl alles treffen werden, wenn der Winter kommt! Alles ist liebevoll vorbereitet. Altholz, Steine, Ziegel sind Fundstücke der Entrümpelung.

Im alten Apfelbaum hängt ein Häuschen für Ohrwürmer, gefüllt mit trockenem Stroh. Komfortabler geht es kaum und wir wünschen uns sehr, dass es sich bei den Krabblern schnell herumsignalisiert.

Ebenso komfortabel sind Marienkäfer und Florfliegen in eigene Häuschen eingeladen, bei uns einzuziehen, sich einzunisten, wohlzufühlen und auch im Winter nicht zu frieren. Der Florfliegenkasten ist mit trockenem Laub gefüllt. Die Einrichtung des Marienkäferkastens besteht aus Zapfen.

Die ersten Strahlen der Morgensonne fallen auf einen Käferkeller. Er ist ca. 60cm tief und mit Laub, Ästen und Zweigen gefüllt. Vier Äste ragen heraus, so dass die Krabbler gut hinein- und herauskrabbeln können. Mit Sicherheit werden sich dort auch andere wichtige Akteure für ein gesundes Ökosystem einnisten, wie Asseln, Spinnen, Tausendfüßler, … . Wir und die Vögel der Umgebung freuen uns darauf und darüber.

Unsere Bienen haben es richtig gut. Im und durch das Projekt wird ihnen der Standort erhalten, den sie seit Jahren kennen, bewohnen und alles in ihrer Flugumgebung fleißig bestäuben. Was für ein Trumpf für eine Kleingartenoase! Inzwischen haben sie auch einen weiteren Stock bezogen und sind nicht davongeschwärmt. Zugute kommt ihnen unser „Retterprojekt“ von 2022. „Urbanität und Vielfalt“ war ein Projekt des Umweltzentrums und der Landeshauptstadt Dresden zur Rettung von Wildpflanzen, die in Sachsen vom Aussterben bedroht sind. Mehr als 700 Pflanzen 12 verschiedener Arten haben seither bei uns einen neuen Lebensraum und danken es mit kräftigem Wachstum und üppiger Blüte zur Freude aller, besonders der Insekten.

Mit einem Hummelhotel kamen wir leider einige Tage zu spät. Im Februar, der schönsten Zeit aller Hummelköniginnen, war die unfassbar umfangreiche Entrümpelung der Parzelle noch nicht abgeschlossen. Aber wir sind uns ganz sicher, die nächste Hochzeit der Hummelköniginnen kommt bestimmt.   

Ob das Projekt irgendwann fertig sein wird? Eine Wurmfarm wird noch gebaut. Altes, aber noch brauchbares, unbehandeltes Material der Entrümpelung wird so einen neuen Zweck erfüllen. Ein Sandarium soll den Wildbienen eine Heimat werden, die sich schon lange über unsere mehr als 700 schönen Wildpflanzen aus dem „Retterprojekt“ und all der Blütenpracht unserer sehenswerten Anlage angezogen fühlen. Statt alter, verwitterter Lauben soll irgendwann eine neue Laube stehen und die Bienenküche werden, in der unser Imker den Honig schleudern kann. Honig aus dem Blütenstaub unserer Pracht! Nein, fertig werden wir vermutlich nie!

Aber die Einladungen für Menschen und Tiere stehen. Konnten wir Ihre Neugier wecken? Kommen Sie gerne vorbei, denn auch „Verweilen“ für Besucher ist in unserem Artenschutz-, Bienen- und Projektgarten vorgesehen. Er ist immer für alle Interessierten offen und begehbar. Ein gelber Punkt auf dem Lageplan am Haupteingang Stollestraße 72 weist Ihnen den Weg zum Garten 214/215.

Monika Conrad